Bachschulzimmer für Sek. I

Viele städtische Gewässer verkommen durch zu wenig Beachtung und Wertschätzung (bspw. durch Müll in der Landschaft) zu verödeten Gerinnen. Ihr Umfeld wird nur für Hundespaziergänge genutzt und aus Hundehalterperspektive wahrgenommen. Die Schüler*innen erleben den städtischen Bach einerseits, sodass sie wissen, was darin kreucht und fleucht. Andererseits bekommen sie einen Blick dafür, was es braucht, um von dem nicht beachteten Zustand in ein attraktiveres und interessanteres Gewässer überzugehen.

Die Biodiversität ist aufgrund der sinkenden Insektenzahlen überall im Gespräch: was sagt unser städtischer Bach dazu? Bietet er am Ende mehr Tieren Zuflucht, als ein ganz sauberes frisches Waldbächlein? Die Schüler*innen vergleichen zwei stadtnahe Gewässer anhand ihrer Struktur, ihrer Bewohner und ihrer daraus abgeleiteten Gewässergüte.

Man glaubt es kaum, aber dieses kleine Grenzbächlein ist Heimat einer Unzahl verschiedenster Lebewesen. Und noch dazu: diese Einwohner geben Auskunft über den Zustand ihrer „Wohnung“( des Baches), und das können wir vergleichen, am selben Gewässer zwischen Schweiz (Kreuzlingen) und Konstanz, oder mit einem anderen Fließgewässer, dem Hockgrabenbach im Lorettowald. So lernen die Schüler*innen, wie man die Güte einfach einschätzen kann, und sehen dabei viele Tiere, die sonst im Verborgenen bleiben.

Fazit einer Schülerin aus dem Projekttagebuch:

  • weniger Müll in die Umwelt
  • es gibt viele Tiere, die man nicht gleich entdeckt
  • Die Tiere sagen etwas aus über die Güte des Gewässers

                                                   

Köcherfliegenlarve aus dem Hockgrabenbach                            Kamberkrebs aus dem Grenzbach

 

Die Kosten sind  2018 durch das Projekt „Nachhaltige Schule im städtischen Grün“, das vom Kulturamt Konstanz finanziert wird, abgedeckt.

Kontakt: Sabine Schmidt-Halewicz

Email: info [at] naturschule-region-bodensee.de